Schlagwort-Archive: Erfurt im NS

„Wohnungslose im Nationalsozialismus“ | Ausstellung mit Begleitprogramm ab 7.Dezember

07.12.2017 – 15.01.2018
in der Michaeliskirche Erfurt
Öffnungszeiten Mo bis Sa 11-16 Uhr, Do 11-18 Uhr

Die Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus lädt ein zur Ausstellung mit Begleitprogramm.

Veranstaltungen:

  • 07.12., 18 Uhr // Ausstellungseröffnung & Führung // Michaeliskirche, Michaelisstr. 10
  • 14.12., 19 Uhr // Vortrag – Obdachlosenhass und Sozialdarwinismus heute // Offene Arbeit, Allerheiligenstr. 9
  • 19.12., 18 Uhr // Film – „Dass es heute immer noch so ist… Kontinuitäten der Ausgrenzung“ // [L50], Lassallestr. 50

Über die Ausstellung:
In der öffentlichen Wahrnehmung spielen die Lebensumstände von Wohnungslosen kaum eine Rolle. Durch städtische Maßnahmen wie Bettelverbote oder dem Abbau von Bänken werden Obdachlose aus der Öffentlichkeit verdrängt und Gewalt gegen Wohnungslose bis zum Mord werden kaum zur Kenntnis genommen. Ein zunehmendes Nützlichkeitsdenken in der Gesellschaft verschärft die Diskriminierung von Menschen, die den Vorstellungen von einem geregelten bürgerlichem Dasein nicht entsprechen.

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19.Juli 2017 | Stadtrundgang anlässlich der Ausstellung „Entartete Kunst“ vor 80 Jahren

Mittwoch, 19.Juli 2017 um 18:00 Uhr
Treffpunkt: Angermuseum, Erfurt

Ein kostenloser Stadtrundgang der Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus.

Am 19. Juli 1937 eröffnete in München die von den Nationalsozialisten inszenierte Hetzschau „Entartete Kunst“, in der zahlreiche Werke der Modernen Kunst verleumdet und ihre ErschafferInnen verächtlich gemacht wurde.
80 Jahre später lädt die Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus zu diesem Stadtrundgang durch Erfurt, denn auch aus dem hiesigen Angermuseum wurden hunderte von Werken geraubt. Gemeinsam wollen wir uns auf die Spurensuche nach verschwundenen und aktuellen Denkmalen im Erfurter Stadtraum begeben, den Mäzen Alfred Hess porträtieren und der Frage nachgehen, welche Rolle der Antisemitismus in Erfurt spielte. Die Teilnahme ist kostenlos, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Wichtiger Hinweis:
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

05.03.17 | 14 Uhr | Stadtrundgang „Frauen im NS“

Sonntag, 05.März 2017 um 14:00 Uhr
Treffpunkt: Fischmarkt, Erfurt

Ein kostenloser Stadtrundgang der Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus.

Beim Stadtrundgang wird sich dem Frauenbild im Nationalsozialismus anhand von verschiedenen Themenbereichen wie Bildung, Berufsleben, Politischem Engagement oder auch Widerstand gegen den NS angenähert. Darüber hinaus werden Handlungsspielräume von Frauen der Erfurter NS-Geschichte diskutiert.
Der Stadtrundgang findet im Rahmen des diesjährigen Frauenkampftagsbündnis in Thüringen statt. Mehr Infos unter:
http://frauenkampftagthueringen.blogsport.de/

LAP auf Radio F.R.E.I. | Sendung vom 3.8.16 online | Interview mit ezra

LAP MagazinDie aktuelle LAP-Radiosendung kann 7 Tage lang in der Wochenaudiothek auf www.radio-frei.de nachgehört werden – komplett mit Musik.

Themen der Sendung vom 3.8.2016:

  • Eindrücke vom Stadtrundgang Erfurt im Nationalsozialismus vom 1.8.16
  • Interview mit ezra (Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen) zum Anstieg rechter Gewalt in Thüringen und die Opferberatung   > Interview anhören

1.August 2016 | 18 Uhr | Stadtrundgang „Integration und Ausschluss in der NS-Volksgemeinschaft“


Ein kostenloser Stadtrundgang der Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus anlässlich der Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin am 1.August vor 80 Jahren.

Treffpunkt: 1.8.2016, 18 Uhr, Domplatz Erfurt

„Der Olympiazug, die große Werbeschau der Olympischen Spiele 1936, fand während seiner Aufstellung in Erfurt das größte Interesse der Bevölkerung“, mit diesen Worten beschreibt die Geheime Staatspolizei in einem geheimen Lagebericht die Wahrnehmung des Olympiazugs, der im Januar 1936 auf dem Erfurter Domplatz Station machte.
Doch die allgemeine Begeisterung für die Olympischen Spiele, die nach dem Willen der Natio­nalsozialisten weniger der Völkerversöhnung als vielmehr die Überlegenheit der weißen Rasse zeigen sollte, teilten nicht alle Menschen im Deutschen Reich. Bereits vor Beginn der Spiele wurden alle in Berlin lebenden Sinti und Roma an den Stadtrand nach Marzahn vertrieben und nur wenige Kilometer von Berlin entfernt mussten Häftlinge das Konzentrationslager Sachsen­hausen errichten.
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