Workshop „If you see something, say something! Analyse und Widerstand gegen Racial Profiling an der Seite von Betroffenen“

Ein Workshop im Rahmen des antirassistischen und antifaschistischen Ratschlags 2014 in Erfurt.

Ort: Staatliche Integrierte Gesamtschule (IGS) Erfurt, Wendenstraße 23, 99086 Erfurt

Zeit: Der Workshop wird angeboten von 10:30-12:30 UND von 14:00-16:00 Uhr.

If you see something, say something! Analyse und Widerstand gegen Racial Profiling an der Seite von Betroffenen
„Die deutsche Regierung leugnet die Existenz rassistischer Polizeipraxen. Die Polizei selbst leugnet den Einfluss von Racial Profiling auf ihre Arbeit. Aber die Betroffenen wissen es besser: Sie erleben Tag für Tag rassistische Schikane, Demütigung und Gewalt durch die Sicherheitsbehörden. Ihre Stimmen werden lauter, sie sorgen dafür gehört zu werden.

Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt/KOP (www.kop-berlin.de) ist seit 2002 in Berlin aktiv. Wir sind rund 15 Aktivist*innen, die an der Seite derjenigen arbeiten, die von rassistischer Polizeigewalt betroffen sind. 2011 gründete sich KOP Dresden (http://kopdresden.noblogs.org/), 2013 KOP Bremen.

Wir wollen unsere Arbeit vorstellen und gemeinsam Strategien diskutieren, wie man polizeiliches Racial Profiling bekämpfen kann. Wir werden zeigen, was die Praxis mit institutionellem Rassismus zu tun hat. Gemeinsam schauen wir den Film „ID-withoutcolors“ von R. Valsecchi (http://idwithoutcolors.com/) und stellen uns den praktischen Fragen einer konkreten, solidarischen & antirassistischen Praxis gegen rassistische Polizeigewalt:

  • Was können die Betroffenen/Zeug*innen von rassistischer Polizeigewalt tun?
  • Wie lassen sich die Erfahrungen von Betroffenen/Zeug*innen rassistischer Polizeipraxis gut dokumentieren?
  • Wie können wir Betroffene/Zeug*innen in Gerichtverfahren wirksam begleiten?
  • Wie baut man einen Rechtshilfefonds auf und erhält ihn?
  • Welche kreativen und wirksamen Aktionen können wir auf die Straße bringen?
  • Wie kann man sich in Erfurt organisieren? Wie muss unsere Vernetzung aussehen?

Wir freuen uns gemeinsam mit Euch über die Schwierigkeiten im Kampf gegen Racial Profiling zu diskutieren und Wege zu finden, diese zu überwinden.“
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in English:

„If you see something, say something! Analysis and resistance against Racial Profiling alongside affected people and witnesses

The German Government denies the existence of racist police praxis. The police denies the use of racial profiling. But the victims know better. They experience day to day racial harassment and violence of the police. Nevertheless, their voices are getting louder. They do make themselves heard.

The campaign for victims of racist police violence – Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt/KOP (www.kop-berlin.de) exists since 2002 in Berlin. We are about 15 activists and we support people, who become victims of racist police violence. 2011 KOP Dresden was founded (http://kopdresden.noblogs.org/), 2013 KOP Bremen.

We want to present our work to you and try out some strategies, which could help us fight racial profiling. We would do it by watching the film „ID-withoutcolors“ by R. Valsecchi (http://idwithoutcolors.com/) with you and discuss together how

we should behave in concrete situations of racist police violence?
can record/document the experiences of victims and witnesses
solidarise with them so that they can withstand court proceedings
raise funds for legal battles
plan creative actions on the the street
organise ourselves in a strong network.

Together we can exchange the difficulties we face in the fight against racist police violence and about the possibilities to overcome them.
We‘re really looking forward to meet you and learn about your work and involvement.“