Allgemeines

Der Lokale Aktionsplan/ Die Partnerschaft für Demokratie

Um was geht es?

Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit erfüllt seit 2009 eine Forderung aus der Zivilgesellschaft und der Fraktionen des Thüringer Landtags, alle „Maßnahmen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit in einem Landesprogramm zu bündeln“. Ziel ist es, thüringenweit im Rahmen eines Lokalen Aktionsplanes (LAP) Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit als zentrale Werte der Gesellschaft zu festigen, für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben vor Ort.

Durch das Bundesprogramm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ werden in ganz Deutschland Städte, Gemeinden und Landkreise darin unterstützt, im Rahmen von lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt zu entwickeln und umzusetzen.

Was ist ein Lokaler Aktionsplan (LAP)?

Lokale Aktionspläne (LAP) sind direkt vor Ort entworfene Konzepte, die Demokratiebewusstsein, Toleranz und Weltoffenheit in einer Stadt oder einem Landkreis stärken wollen. In Thüringen verfügen derzeit fast alle Landkreise und kreisfreien Städte über einen Lokalen Aktionsplan – in Erfurt gibt es den LAP seit Mitte 2012. Der LAP Erfurt wird gefördert durch das Landesprogramm, die Stadt Erfurt und seit 2015 auch durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Der LAP verfolgt einerseits das Ziel die lokale Verwaltung sowie AkteurInnen der Zivilgesellschaft, wie z.B. Vereine, Kirchen, soziale Initiativen und engagierte Menschen an einen Tisch zu bringen, um eine gemeinsame Strategie zur Demokratieentwicklung gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen vor Ort zu entwickeln. Andererseits können über die Fördermittel zukunftsorientierte Projekte gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit unterstützt werden.

Kurz – das Ziel des Erfurter Lokalen Aktionsplanes gegen Rechtsextremismus ist es, die Stadt Erfurt nachhaltig und vor allem im Alltag als Ort der Vielfalt und der friedlichen Toleranz zu erleben.

Wer kann sich beteiligen?

Jede Person ab 18 Jahren kann einen Antrag für ein konkretes Projekt stellen. Darüber hinaus sind (eingetragene) Vereine und Verbände, staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften, soziale Initiativen usw. – also Gruppen, die den Status einer juristischen Person inne haben – gemäß der Leitlinie des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie der Förderrichtlinie des Thüringer Landesprogramms „Denk bunt“ antragsberechtigt.

Wie kann ich meine Projektideen im Rahmen des LAP verwirklichen?

Die externe Koordinierungsstelle des LAP Erfurt (Träger: Radio F.R.E.I.) ist die direkte Ansprechpartnerin für die Umsetzung Deiner und Ihrer Projektideen. Sie ist in den Räumen von Radio F.R.E.I. zu finden. Hier gibt es Informationen und Beratungen für die Antragsstellung. Nach der Antragstellung entscheidet der sogenannte Begleitausschuss über die Bewilligung des Projektes im Rahmen seiner Fördergrundlagen. Nähere Informationen zu den Fördergrundsätzen und den Projektanträgen sind unter Anträge zu finden.

Jugendforum

Die Entwicklung eines Jugendforums ist in der Leitlinie des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ verankert. Mit dem Jugendforum soll die Beteiligung von jungen Menschen am Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus (LAP) & Partnerschaft für Demokratie gestärkt werden. Außerdem soll mit dem Jugendforum soll perspektivisch eine Vernetzung zwischen Jugendlichen, AkteurInnen der Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft entstehen, die eine aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht.
> Mehr Informationen zum Jugendforum