Archiv der Kategorie: LAP Projekte 2012

LAP Projektübersicht 2012

Aktionswoche gegen Sexismus, Homophobie und Transphobie 05. bis 09.11.2012

In der Woche vom 05. bis 09. 11. 2012 beteiligten sich die Studierendenräte der Hochschulen in Erfurt an den bundesweiten Aktionstagen gegen Sexismus und Homophobie, zu welchen der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) in diesem Jahr zum siebenten Mal aufrief.

An vier Abenden gab es verschiedene Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten des Themas. Den Auftakt machte ein Vortrag im Erfurter Rathaus. Prof. Dr. Gesine Spieß von der FH Erfurt sprach zu dem Thema „Gesellschaft macht Geschlecht – SCHLECHT UND RECHT“.
Mit einem weiteren Vortrag ging es am Dienstag um das Thema Intersexualität. Der Biologe Heinz-Jürgen Voss forscht seit einigen Jahren zu dem Verhältnis von Biologie, Geschlecht und gesellschaftlicher Bedingungen. Es sprach im offenen Jugendbüro filler zu dem Thema „Intersexualität – Intersex: eine Intervention“.
Nach der Vorführung des Films „Out – stories of lesbian and gay youth“ am Donnerstagabend in der „Stube“ wurde die Aktionswoche am Freitag im Klanggerüst beendet. Ingo Weidenkaff von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. sprach zu dem Thema: „King Porno trifft Vagina Style: Rock- und Popmusik als soziale Sozialisationsinstanzen“. Nicht zuletzt die lebhafte Diskussion im Anschluss zeigte deutlich, dass dieses die Rolle der Musik als Spiegelung und/oder Erzeugerin von geschlechtsbezogenen Diskriminierungen noch lange nicht als erledigt betrachtet werden darf.
Ein musikalisches Ende fand die Woche im Anschluss mit Konzerten des Künstlers Alaa Zuoiten sowie der Band Molatree.

Der Frust muss raus! Demonstration am 13.10.2012

„Konsequent handeln gegen Nazis, Rassismus und staatliche Repression!“
Unter diesem Motto riefen verschiedene linke Gruppen zu einer Demonstration am 13. Oktober 2012 in Erfurt auf. In dem Aufruf heißt es:

„… Spätestens mit dem breit diskutierten brutalen Angriff auf Besucher*innen einer Ausstellungseröffnung des Kunsthauses in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2012 lässt sich nicht mehr leugnen, dass es in Erfurt ein Naziproblem gibt.
Der Vorfall ist jedoch nur einer aus einer langen Liste von Übergriffen, bei denen Migrant*innen, Punks, Nichtdeutsche und andere, die nicht in das Bild eines sauberen, angepassten, weißen Deutschlands passen, nicht nur verbal provoziert, sondern auch körperlich attackiert und massiv verletzt wurden.
Widerstand dagegen gibt es kaum. Weder die Behörden noch die Einwohner*innen gehen gegen die Angriffe und das permanente Mackergehabe der Nazis aktiv und entschlossen vor…. weiterlesen

Nach Informationen der OrgansatorInnen nahmen an der Demonstration bis zu 500 Menschen teil. Diese hohe Beteiligung sowie eine vergleichsweise gute Erreichbarkeit von PassantInnen sind als Erfolg zu werten. Damit sind die Probleme allerdings keineswegs behoben. Zu der Auswertung und nachträglichen Gedanken, sowie Informationen rund um das Thema: frust.blogsport.de

Radio F.R.E.I. sprach im Vorfeld der Demo mit Alex und Suse.

Hier einige Eindrücke der Kundgebung zu Beginn der Demonstration:

AnwohnerInnenversammlung in der Michaelisstraße

Im Sommer 2012 kam es rund um den Bereich der Michaelisstraße zu mehreren rechtsmotivierten Übergriffen. Um nur einige zu nennen, sei hier auf den brutalen und öffentlich stärk diskutierten Überfall am 13. Juli 2012 vor und im Kunsthaus zu verweisen.
Aber bereits am 15. Juni 2012 kam wurden die Gäste der Geburtstagsveranstaltung des Bildungskollektivs BiKo e.V. in der Offenen Arbeit des evangelischen Kirchenkreises Erfurt von einer Gruppe Nazis beschimpft und attackiert, eine Person erlitt durch Flaschenwürfe Schnittverletzungen am Kopf. Dennoch wurden die politischen Hintergründe und die Zusammenhänge von Teilen der Polizei und der Öffentlichkeit zunächst verschwiegen und verharmlost, so die Beschreibung der Betroffenen.
In der AnwohnerInnenversammlung am 23. August 2012 wollten die Befroffenen zu Wort kommen und ein Austausch aller AnwohnerInnen sollte ermöglicht werden. Neben dem Informationsaustausch sollte auch über zukünftige Handlungsmöglichkeiten gesprochen werden.

An der Versammlung nahmen ca. 40 Menschen teil. Sie berichteten von regelmäßigen Störungen, wie Lärm aber auch Gewalt, rechte Parolen und das Zeigen des Hitlergrußes. Diese sind nicht, wie mancherseits angenommen, auf das Umfeld von einzelnen Kneipen zu begrenzen, so die TeilnehmerInnen. Durch die Veranstaltung konnten sich die AnwohnerInnen artikulieren und austauschen.

Der Frust muss raus! Demo am 13. Oktober 2012

„Spätestens mit dem breit diskutierten brutalen Angriff auf Besucher*innen einer Ausstellungseröffnung des Kunsthauses in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2012 lässt sich nicht mehr leugnen, dass es in Erfurt ein Naziproblem gibt. Der Vorfall ist jedoch nur einer aus einer langen Liste von Übergriffen, bei denen Migrant*innen, Punks, Nichtdeutsche und andere, die nicht in das Bild eines sauberen, angepassten, weißen Deutschlands passen, nicht nur verbal provoziert, sondern auch körperlich attackiert und massiv verletzt wurden.

Widerstand dagegen gibt es kaum. Weder die Behörden noch die Einwohner*innen gehen gegen die Angriffe und das permanente Mackergehabe der Nazis aktiv und entschlossen vor. Das ist kein Wunder, denn weiterlesen

Ein Interview mit zwei VertreterInnen der Demo-Vorbereitung sprach Radio F.R.E.I.. Nachzuhören ist es in der Mediathek.