Situations- und Ressourcenanalyse

Wie zeigen sich antidemokratische Strukturen und menschenfeindliche Haltungen in Erfurt – und was hält unsere Stadtgesellschaft dagegen?
Erfurt steht exemplarisch für die Spannungen einer polarisierten Gesellschaft. Die aktuelle Situations- und Ressourenanalyse macht sichtbar, wie sich demokratiefeindliche Tendenzen lokal auswirken – in Wahlergebnissen, Übergriffen und der Präsenz extrem rechter Gruppen.
Gleichzeitig zeigt sie auch: Es gibt eine lebendige, vielfältige Zivilgesellschaft, die sich
engagiert, vernetzt und klare Haltung zeigt.

Im Jahr 2024/2025 wurde eine neue Situations- und Ressourcenanalyse in Auftrag gegeben und im Oktober 2025 öffentlich vorgestellt.
Sie trägt den Titel „Eine breite Zivilgesellschaft unter Druck“ und ist hier nachzulesen.


quent_coverIm Vorfeld der Entwicklung des Lokalen Aktionsplanes gegen Rechtsextremismus im Jahr 2012 wurde ein erster Problemaufriss erstellt, der einerseits einen Einblick in die rechten Strukturen im Erfurter Stadtbild und deren Gewaltbereitschaft geben soll. Andererseits soll das Spektrum der zivilgesellschaftlichen AkteurInnen vorgestellt werden. Der Problemaufriss stellt gleichzeitig die Basis für eine sogenannte Sozialraumanalyse für die Stadt Erfurt dar.

Problemaufriss LAP Erfurt (2012) zum Download

Im Dezember 2013 wurde die umfassendere Situations- und Ressourcenanalyse mit dem Titel „Zwischen Symbolwirkung und alltäglichen Raumkämpfen: manifester Rechtsextremismus und zivilgesellschaftliche Gegenbewegung in Erfurt“ durch den Autor Matthias Quent vorgestellt.
Situationsanalyse LAP Erfurt (2013) zum Download

Die Untersuchung analysiert unter Einbeziehung relevanter Strukturdaten, wie organisierte Rechtsextreme versuchen, in der Thüringer Landeshauptstadt an Einfluss zu gewinnen. Dabei stoßen sie in der Stadtgesellschaft auf Gegenwehr. Auf breiter empirischer Basis werden Ressourcen und Motive antinazistischer (Protest)akteuerinnen und -akteure in Erfurt vorgestellt und Perspektiven der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus im lokalen Kontext diskutiert.