4. März | „Nieder mit Hitler“ – oder warum Karl kein Radfahrer sein wollte. Autorenlesung mit Jochen Voit und Hamed Eshrat

Zeit: Montag, 4. März 2019, 17.30 Uhr
Ort: Stadtteilzentrum Herrenberg, Stielerstr. 3 (Haltestelle Abzw. Wiesenhügel)

Plötzlich fällt Karl alles wieder ein. Der
Sommer 1943. Der Frust über die Nieder-
lage bei Stalingrad. Und die todesmutige
Idee, Hitler zu stürzen. Karl und seine
Schulfreunde verteilen in Erfurt Flugblätter
gegen die Nazis, werden von der Gestapo
verhaftet und eingesperrt.
Das alles ist fast 20 Jahre her. Aus dem
Teenager Karl ist ein erwachsener Mann
geworden. Als Pfarrer kümmert er sich um
eine kleine Gemeinde in der DDR. An
damals denkt er kaum noch. Bis zu dem
Tag, an dem er Bekanntschaft mit einem
Stasi-Mitarbeiter macht. Der stellt ihn vor
eine schwere Entscheidung…
Autor Voit und Zeichner Eshrat zeigen, dass Widerstand möglich ist. In unter-
schiedlicher Form und auch in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen. Sie
schildern den Weg dahin und wie die Figuren des Romans mit den Folgen ihres
Handelns umgehen und damit leben müssen.
Eine eindrucksvolle Lesung mit Soundeffekten, gefolgt von einer Erläuterung der geschichtlichen Ereignisse, die die Hauptfigur Karl begleiteten. Und ein Einblick in
die Entstehung einer „Graphic Novel“, mit viel Raum für Ihre Fragen.


Aufkleber und Plakate gegen Hass auf dem Campus

Ende letzten Jahres startete der StuRa der Universität Erfurt eine eine Aktion gegen Hass auf dem Campus. In Zusammenarbeit mit vielen Hochschulgruppen und Fachschaftsräten wurden Plakate und Aufkleber entworfen, mit denen die Studierenden Diskriminierung und Hass auf ihrem Campus entgegentreten und sich für eine offene und tolerante Uni einsetzen. Die Aufkleber und Plakate setzen ein klares Zeichen z.B. gegen Hompohobie, Rassismus, Sexismus und Transfeindlichkeit.

8. März | Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression. Multimediale Lesung mit Geralf Pochop

Zeit: 08.03.2019, 20 Uhr
Ort: AJZ Erfurt, Vollbrachtstraße 1

Der Zeitzeuge und Autor Geralf Pochop liest am 8. März 2019 im AJZ Erfurt autobiografische Erinnerungen über seine Erlebnisse und Erfahrungen in der Punk-Szene der DDR in den achtziger Jahren. Er zeigt, dass gewohnte Freiheitswerte in einer Gesellschaft nicht selbstverständlich sind. Der Vortrag und die Lesung werden musikalisch begleitet.

23. Januar | „Keine Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 in Erfurt?“ – Gespräch zum Mord an Hartmut Balzke

Zeit: 23.01.2019, 19 Uhr
Ort: Radio F.R.E.I. (Gotthardtstraße 21, 99084 Erfurt)

Veranstaltung bei Facebook
Am 25. Januar 2003 greift ein Neonazi in Erfurt den 48-jährigen Hartmut Balzke und einen jungen Punk brutal an. Beide erleiden schwere Kopfverletzungen. Hartmut Balzke stirbt an den Folgen zwei Tage später im Krankenhaus. Obwohl der Täter, der schnell ermittelt wird, wegen einschlägiger Delikte wie Körperverletzungen und dem Zeigen des Hitlergrußes, zur Tatzeit unter Bewährung steht, wird er nicht in Untersuchungshaft genommen .

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2. Februar | Argumentationstraining gegen Alltagsrassismus

Zeit: 02.02.2019 / 10-16 Uhr
Ort: Offene Arbeit Erfurt, Allerheiligenstraße 9

Wir alle kennen das: Auf der Arbeit, im Sportverein, in der Familie oder auf der Straße fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, hätten gerne den Mund aufgemacht. Hier setzt dieser Workshop an. Er soll Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! In Theorie und Praxis werden gängige rechte Positionen untersucht und geübt, das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten statt für Ausgrenzung und Rassismus.

Die TN Zahl ist auf max. 20 Personen beschränkt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen bitte an: erfurt [at] attac [punkt] de

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