20. Mai | Multimediale Lesung „Friedliche Revolution, Mauerfall und Nachwendezeit“

20. Mai, 18 Uhr

AJZ Erfurt, Volbrachtstraße 1

Seit dem 9. November 1989 prallten in Deutschland zwei Systeme aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Vor allem den Ostdeutschen waren die Regeln der neuen Gesellschaft fremd. Die alte Macht hatte nichts mehr zu sagen, die neue war noch nicht wirklich präsent. Es entstand ein rechtsfreier Raum. Es folgte eine Zeit der Hoffnung, des Aufbruchs und der Kreativität. Jede noch so verrückte Idee konnte in die Realität umgesetzt werden. Alles war möglich. Die Aufbruchstimmung beschränkte sich nicht nur auf gesellschaftliche Veränderungen, Hausbesetzungen, Musik- und Jugendsubkulturen, sondern auch auf Familien- und Freizeitzentren, alternativpädagogische Bildungsprojekte und Initiativen für Umwelt und Naturschutz. Geralf Pochop (Autor des Buches „Untergrund war Strategie“) berichtet von längst vergangenen Zeiten, welche in dieser Form sicher einzigartig waren. Ein ganzes Land zwischen Aufbruch und Randale. Zwischen Hoffnung und Resignation. Ein Land, eine Subkultur auf der Suche nach der Zukunft.

13. Mai | Filmabend „Wir sind Juden aus Breslau“

Freitag, 13. Mai, 20:15 Uhr
[L50], Lassallestraße 50, Erfurt

http://www.judenausbreslaufilm.de/

Die Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“ zeigt den Film „Wir sind Juden aus Breslau“: Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

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8. Mai | Stadtrundgang „Erfurt im Nationalsozialismus“

Sonntag, 8. Mai, 15 Uhr
Bahnhofsvorplatz

„Zwischen Anpassung und Widerstand“ – Anlässlich des Tages der Befreiung geht die Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“ am Sonntag der Geschichte Erfurts und der Menschen in Erfurt während des Nationalsozialismus auf die Spur und fragt nach den Handlungsoptionen der einzelnen Personen in einer totalitären Diktatur.
Ihr könnt gern spontan vorbei kommen.Der Rundgang ist Teil der Initiative GOLD STATT BRAUN 2022.

8. Mai | Gold statt braun 2022

>>> Interview anhören

Zum Tag der Befreiung vom Faschismus und Ende des zweiten Weltkrieges wird wieder ein goldenes Band durch Erfurt geknüpft. Gegen das Vergessen, gegen rechte Gewalt und Hetze, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen. Für eine solidarische Gesellschaft.
Mit goldenen Rettungsdecken und den Plakaten „GOLD STATT BRAUN!“ wird gemeinsam ein Zeichen gesetzt.

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