Archiv des Monats: April 2013

Themenabend „Demonstrationsbeobachtung“ ein Erfahrungsbericht

Elke Steven vom Komitee für Grundrechte und Demokratie hat langjährige Erfahrungen bei der Beobachtung von Demonstrationen der Friedensbewegung, der AntiAtomBewegung und beispielsweise von Bündnisssen gegen Rechtsextremismus gesammelt.

Ihre Einschätzungen des Erfolges dieses Engagements, des Umgangs mit der Polizei bzw. deren Vorgehensweise wird sie zum Themenabend der Offenen Arbeit im Vorfeld der Aktionen gegen Rechtsextremisus am 1.5.2013 in Erfurt schildern.

Die Veranstaltung findet in der Allerheiligenstr.9 (Hinterhaus) statt, Beginn: 20 Uhr.

Veranstalter ist die Offene Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt – mit freundlicher Unterstützung des LAP gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt

 

Aufruf zum breiten Protest gegen den Neonaziaufmarsch am 1.Mai

In der aktuellen Ausgabe des Erfurter Amstblattes appelliert Oberbürgermeister Andreas Bausewein an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Erfurt sich an den breiten und vielfältigen Protesten gegen den Neonaziaufmarsch am 1. Mai zahlreich zu beteiligen.

Artikel Amtsblatt 042013 (zum Lesen bitte auf das Bild klicken)

Vom Erfurter Trenkerbund und Leipziger Meuten …

Wann? 16.04.2013 19:00 Uhr

Wo? 99086 Erfurt, Lassallestr. 50

„Der Streifendienst kann mich am Arsch lecken“, mit diesen Worten brachte der 16-jährige Siegfried H. im Jahr 1938 einem Mitschüler gegenüber seine Ablehnung der Hitlerjugend zum Ausdruck. Er gehörte zum „Kleinmoskautrupp“, einer Gruppe von rund 20 oppositionellen Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, die sich am Erfurter Johannesplatz traf. Auch hinter der Krämerbrücke trafen sich Jugendliche, die sich der HJ verweigerten.
Waren es in Erfurt mehrere Dutzend Jugendliche, die sich in solchen Gruppen organisierten, so waren die „Leipziger Meuten“ ein Massenphänomen: Rund 1.500 Arbeiterjugendliche lassen sich ausmachen, die Ende der 1930er Jahre in unterschiedlichen Meuten in Leipzig den totalitären Anspruch des Nationalsozialismus offensiv in Frage stellten.
Die Veranstaltung versucht, diese bisher wenig beachtete Form von Jugendopposition im Nationalsozialismus nachzuzeichnen: Dabei soll sowohl der Frage nachgegangen werden, wie der Alltag und die Aktivitäten dieser jugendlichen Subkulturen aussahen, als auch der Frage, wie der NS-Staat auf sie reagierte.

Dr. Sascha Lange ist freiberuflicher Historiker und Autor. Er lebt, forscht und schreibt in Leipzig. Sascha Lange: Die Leipziger Meuten.
Jugendopposition im Nationalsozialismus – Eine Dokumentation, 2012 Dr. Eckart Schörle ist Historiker und Mitherausgeber der Zeitschrift „WerkstattGeschichte“. Er lebt und arbeitet in Erfurt. Eckart Schörle: Schwarze Hand und Edelweiß. Jugendprotest im Dritten Reich, 2013

Veranstaltet vom Projekt STADTFINDEN von Radio F.R.E.I.
und der Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus beim DGB-Bildungswerk Thüringen e. V.

Wichtiger Hinweis:
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

 

 

 

Begleitausschusssitzung des LAP Erfurt

am 14.05.2013, um 16 Uhr

Ort: Offene Arbeit

Wenn Sie neue Projektideen für den LAP haben, dann schicken Sie diese bitte bis zum 10.05.2013 an die exteren Koordinierungsstelle (Radio F.R.E.I.).

Öffentlicher Vortrag und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Jörg Wollenberg – Zerschlagung der Gewerkschaften 1933

Abschluss des Ausstellungsprojekts „…gerade Dich, Arbeiter wollen wir.“ am 15.Mai um 19:30 Uhr:

Öffentlicher Vortrag und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Jörg Wollenberg

zum Thema:

„Wie konnte es 1933 zur Zerschlagung der Arbeiterbewegung kommen? Und warum kam es erst nach 1933 zu antifaschistischen Bündnissen in der Arbeiterbewegung? Welche Lehren zogen die Verfolgten?“

Ort: Freiraum bei Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21.

(Eine Veranstaltung des DGB Stadtverbands Erfurt in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen und dem DGB Bildungswerk; gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.)

Ausstellung „…gerade Dich, Arbeiter wollen wir.“

Ausstellung                             Ausstellungsflyer (Download)

Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933

Erfurt, Haus Dacheröden, vom 02. bis 17. Mai 2013

Das Unbegreifliche begreifbar und anschaulich zu machen, dem Unglaublichem Wahrheit zu geben. Dieser Anspruch zieht sich durch diese Ausstellung mit der Fragestellung: Wie war es möglich, das eine der wesentlichen Stützen der ersten deutschen Demokratie und in ihrem Selbstverständnis international und sozial ausgerichteten freien und starken Gewerkschaften binnen weniger Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 zerschlagen werden konnten? Neben der Vorgeschichte werden, reich illustriert, Erklärungsansätze dargestellt, die als Diskussionsgrundlage insbesondere für SchülerInnen und StudentInnen, aber natürlich auch allen sonstigen Interessierten, einen Zugang zum Thema bieten sollen. Dazu können bis 17.05.2013 auf Anmeldung (0361-217270) auch Führungen von Schulklassen und Seminargruppen oder Betriebsgruppen erfolgen.

Freier Zugang zur Ausstellung: Werktags von 10:00 – 16:00 Uhr.

Dann steht zwischen 14:00 und 16:00 Uhr den BesucherInnen eine auskunftsfähige Person zur Diskussion zur Verfügung.

Jeweils am Mittwoch dem 8. Und 15. Mai finden ab 17:00 Uhr Führungen und Diskussionen zum Ausstellungsprojekt statt.

Kostenlose Gruppenführungen sind auch kurzfristig – nach vorheriger Anmeldung – möglich. Anmeldungen bei Arbeit und Leben Thüringen, (0361-5657309 und email hidden; JavaScript is required).

 

Termine im Rahmen der Ausstellung:

Erfurt im Mai 1933: Orte der Erinnerung, kleiner Stadtrundgang mit Frank Lipschik (Projekt Erfurt im Nationalsozialismus des DGB-Bildungswerks), Thema: „Zerschlagung der Gewerkschaften 1933“ Donnerstag, 2.Mai 18:00 Uhr, Treffpunkt: Haus zum Regenbogen, Johannesstr. 55.

Vernissage (Auftakt der Ausstellung) am Donnerstag, den 02. Mai 2013 19.30 Uhr im Haus Dacheröden

Eröffnung durch Renate Licht, Vorsitzende des DGB Thüringen, Grußwort: Tamara Tierbach, Bürgermeisterin der Stadt Erfurt

Abschluss des Ausstellungsprojekts am 15.Mai um 19:30 Uhr:

Öffentlicher Vortrag und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Jörg Wollenberg

zum Thema:

Wie konnte es 1933 zur Zerschlagung der Arbeiterbewegung kommen? Und warum kam es erst nach 1933 zu antifaschistischen Bündnissen in der Arbeiterbewegung? Welche Lehren zogen die Verfolgten?“

Ort: Freiraum bei Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21.

(Eine Veranstaltung des DGB Stadtverbands Erfurt in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen und dem DGB Bildungswerk; gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.)