Archiv des Autors: KE

„Edelweiß, Schwarze Hand und Blonde Sieben“ Jugendlicher Widerstand gegen die Nazidiktatur in Deutschland

Am 22.05.2014 um 20 Uhr in der Offenen Arbeit, Allerheiligenstr. 9 (Hinterhaus), Erfurt

Vortrag und Gespräch mit Eckart Schörle; in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen

Beim Jugendwiderstand gegen das NS-Regime in Deutschland denkt man meist an die Geschwister Scholl und deren Widerstandgruppe Weiße Rose oder an die Edelweißpiraten, die vor allem im Rheinland aktiv waren. Sie setzten sich gegen die Indoktrination in der HJ zur Wehr, organisierten Sabotageakte und wollten ein Ende des Kriegs. Mit Flugblättern und anderen Mitteln versuchten sie die Deutschen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu bewegen. Das Regime verfolgte die Jugendlichen mit brutaler Härte. Selbst nach Ende des Dritten Reichs blieb den Mitgliedern der Edelweißpiraten die Anerkennung lange versagt – erst 2005 wurden sie in Deutschland rehabilitiert.
Beim Themenabend soll der Blick besonders auf Thüringen und Erfurt gerichtet werden. Die Namen ihrer Gruppen – Blonde Sieben, Wilde Udestedter und Kleinmoskautrupp – sind weitgehend in Vergessenheit geraten und spielten auch in der antifaschistischen Erinnerungspolitik der DDR keine Rolle.

Eine Veranstaltung der Offenen Arbeit Erfurt im Rahmen der Ausstellung „Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“

Programm Ausstellung Jugend gegen NS 5-2014

Filme „Georg Elser“ und „Die weiße Rose“

Zwei Dokumentarfilme und Gespräch am 19.05.2014 um 20 Uhr in in der Offenen Arbeit Erfurt, Allerheiligenstraße 9 (Hinterhaus)

„Georg Elser“ (BRD 2013)

Etwa zwei Monate nachdem Adolf Hitler mit dem Befehl zum Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg begonnen hatte, verübte Elser am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller ein Bombenattentat gegen Hitler und nahezu die gesamte NS-Führungsspitze. Aufgrund unvorhergesehener Umstände beendete Hitler seinen Aufenthalt vor Ort früher als erwartet und
verließ mit seinem Führungsstab das Gebäude 13 Minuten vor der durch einen Zeitzünder ausgelösten Explosion. Von den zirka 120 bis 150 zuletzt im Saal verbliebenen Anwesenden kamen acht Menschen zu Tode, 63 weitere wurden verletzt. Elser wurde festgenommen. Unter Verhören und Folter bekannte er sich zum Anschlag. In der Folgezeit wurde er zunächst im KZ
Sachsenhausen, zum Schluss im KZ Dachau ohne Gerichtsverfahren inhaftiert. Hitler sah Elser als seinen persönlichen Feind an. Er ließ ihn am 9. April 1945 von SS-Leuten ermorden.

„Die weiße Rose“ (BRD 2004)
Der Film vermittelt einen Einblick in die Biografien und Motive einzelner Mitglieder der Münchner Widerstandsgruppe, stellt deren Entstehung dar, Flugblattaktionen, Verhaftung und Verurteilung. Dabei kombiniert er verschiedene Gestaltungselemente: authentische Fotos der Mitglieder der Weißen Rose, die Dokumentarfilmszene eines Prozesses, Spielfilmszenen aus dem Film „Die weiße Rose“ von Michael Verhoeven, nachgestellte Szenen sowie mehrere Interviews mit
Familienangehörigen von Willi Graf, Prof. Kurt Huber, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Hans und Sophie Scholl. (AGEMZ)

Eine Veranstaltung der Offenen Arbeit Erfurt im Rahmen der Ausstellung „Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“

Programm Ausstellung Jugend gegen NS 5-2014

„Es lebe die Freiheit!“ Ausstellungseröffnung Jugendwiderstand im NS

Eröffnung am 05.05.2014 um 20 Uhr in der Michaeliskirche Erfurt

Ausstellungsdauer: 05. – 28.05. 2014 in der Michaeliskirche
täglich außer sonn- und feiertags 11- 16 Uhr geöffnet

„Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“
„Es lebe die Freiheit!“,  rief Hans Scholl unmittelbar vor seiner Hinrichtung am 2. Februar 1943 seinen Henkern entgegen. Die Ausstellung ist den jungen Menschen gewidmet, die auf vielfältige Weise gegen das menschenverachtende nationalsozialistische Regime gekämpft haben. In der Ausstellung werden exemplarisch Wege von oppositionellen und widerständischen Jugendlichen in der NS-Zeit gezeigt. Es sind Schicksale von sehr unterschiedlicher Herkunft. Vertreten sind Jugendliche, die eine parteiliche oder religiöse Bindung hatten, die aus bestimmten Gruppen wie etwa der Jugendbewegung kamen oder ganz auf eigene Faust handelten. Die Bandbreite jugendlichen Widerstands war groß: vom frechen oppositionellen Verhalten bis zur durchdachten Planung im Widerstand. Unterschiedlich waren die Formen des Protests auch in der Zeit vor dem Krieg und während des Kriegs.
Die Ausstellung ist erstellt vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945.

Hier finden Sie das Programm der Ausstellung und die Begleitveranstaltungen

„Rassismus mit Löffeln gefressen“ – Ein Workshop zu Rassismus in der Alltagssprache.

Am 22.03.2014, von 15-20 Uhr, im Veto, Papiermühlenweg 33, Erfurt

Eine Veranstaltung des Bildungskollektivs Biko:

Rassismus ist mehr als eine Randerscheinung fernab von der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Er ist vielmehr ein System, das maßgeblich zur Erschaffung und Bestätigung dieser dient. Die eigene „deutsche Identität“ wird durch Abgrenzung erzeugt: Zentral ist hierbei die Erschaffung von „Anderen“, „Fremden“, „Ausländern“. Bei der Vermittlung dieser rassistischen Konzepte spielt Sprache eine wichtige Rolle. Wir wollen uns im Workshop mit dem rassistischen Hintergrund von häufig unhinterfragt benutzten Wörtern auseinandersetzen. Deren Geschichte und Bedeutungen näher betrachten und analysieren. Anhand von Beispielen aus Wörter- und Schulbüchern sowie behördlichen Texten, wird die Verbreitung und Verankerung von Rassismus in weiten Bereichen der Gesellschaft analysiert.

gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt

Die Alternative für Deutschland (AfD) – Eine kritische Betrachtung

Vortrag und Diskussion mit Andreas Kemper

Flyer: AfD Erfurt 20.3.14

20.März 2014
um 18:00 Uhr
auf der Freifläche bei Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21, 99084 Erfurt

Bei der Bundestagswahl im September 2013 konnte die rechtspopulistische AfD in Thüringen über 6% der Stimmen erringen. 2014 wird in Thüringen nicht nur der Landtag, sondern auch das Europaparlament und die Kommunalparlamente gewählt. Eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD ist dabei nötig, denn führende VertreterInnen stehen für marktradikalen Neoliberalismus, denken laut über die Einschränkungen des Wahlrechts für „Inaktive und Versorgungsempfänger“ nach oder treten islamfeindlich auf.
Die Veranstaltung möchte über die Personen und Geschichte, aber auch über Positionen der AfD aufklären. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie ein angemessener Umgang mit der AfD vor Ort aussehen kann. Der Referent Andreas Kemper gilt als einer der besten Kenner der AfD und beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahren mit ihrem Umfeld.

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bei der Externen Koordination des LAP Erfurt unter Tel.: 0361/ 746 74 22 oder e-Mail: lap(at)radio-frei(Punkt)de