Archiv der Kategorie: Termine

„Immer diese Juden … “ – Woher kommt der Antisemitismus?

Eine Podiumsdiskussion zum gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland, veranstaltet von der Evangelischen Stadtakademie.

Datum: 9. Januar 2014, 19:30 Uhr

Ort: Kleine Synagoge Erfurt, An der Stadtmünze 4

Leitung: Dr. Juliane Wetzel, Rüdiger Bender, Ricklef Münnich

Die Podiumsdiskussion ist offen für alle Interessierten und bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Jüdisches Leben im Schatten des Antisemitismus“

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Rostock, Hellersdorf, Greiz? – Podiumsdiskussion

Teil 2: Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Perspektiven

Freitag, 13. Dezember, 19 Uhr, veto (Papiermühlenweg 33, Erfurt)

Podiumsdiskussion mit Roman Guski (Rostock), Barbara Schäuble (Hellersdorf)und VertreterInnen der Antifaschistischen Gruppen Voigtland (AGV)

In den letzten Monaten haben bundesweit rassistische Kundgebungen vor Flüchtlingsunterkünften stattgefunden, oftmals initiiert von Nazis, besucht jedoch z.T. von ganz normalen BürgerInnen. Die Kundgebungen erinnern in beängstigender Art und Weise an den Beginn der 1990er-Jahre. Damals haben sich solche Veranstaltungen oftmals innerhalb von wenigen Tagen zu Pogromen ausgeweitet. Die derzeitige Lage ist damit nicht gleichzusetzen, trotzdem ist die Gefahr gegeben, dass Nazis ihre rassistische Haltung in der Bevölkerung verbreiten und damit Akzeptanz für Pogrome schaffen können. Eine ausführliche Auswertung der Nach-Wende-Pogrome hat kaum stattgefunden. Die Posdiumsdiskussion knüpft an diese Lücke an. Wir wollen diskutieren, wie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lage Anfang der 1990er- Jahre und heute ist. Ziel ist es, die politische Handlungsfähigkeit in Bezug auf die aktuellen rassistischen Kundgebungen zu erhöhen, auch in Hinblick darauf, dass eine Ausbreitung der rassistischen Aktivitäten gegen Flüchtlinge durchaus denkbar ist. Roman Guski ist Mitautor einer wissenschaftlichen Studie über die rassistische Gewalt in Rostock-Lichtenhagen. Barbara Schäuble arbeitet an der Alice Solomon Hochschule in Berlin-Hellersdorf. Die Antifaschistischen Gruppen Voigtland (AGV) befassen sich seit Jahren mit der Situation in Greiz.

eine Kooperationsveranstaltung vom Bildungskollektiv Biko und Infoladen Sabotnik, gefördert vom Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt

Neue Töne von rechts? Eine Fachtagung zu aktuellen Tendenzen in der Jugendmusikkultur und den Herausforderungen für die politische Bildung

2./3. Dezember 2013 – Neudietendorf

Flyer_Fachtagung_Rechtsrock

„Musik ist das ideale Mittel, Jugendlichen den Nationalsozialismus näher zu bringen, besser als dies in politischen Veranstaltungen gemacht werden kann, kann damit Ideologie transportiert werden“, betonte die englische Rechtsrock-Ikone Ian Stuart Donaldson. Heute sind alleine in Deutschland mehr als 200 Bands des Genres aktiv. Konzerte finden nicht mehr nur in Hinterzimmern oder an geheimen Orten statt. Und wer in Schule, Jugendarbeit, Fortbildungen oder Nachbarschaften ›ganz Ohr‹ ist, muss feststellen, dass diese Musik vom rechten Rand vielen vertraut ist. Und nicht nur diese – so wie Einstellungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit weit über den Bereich der extremen Rechten hinaus in der Mitte der Gesellschaft verbreitet sind, artikulieren sich auch im musikalischen Mainstream jenseits des Rechtsrock diskriminierende und ausgrenzende Positionen. Für diese Entwicklung stehen so unterschiedliche Stilrichtungen wie aggressiver, frauenverachtendem Rap, homophober Reggae, aber auch die Debatte um die politische Verortung der Band ›Frei.Wild‹.

Diese Fachtagung zieht eine Bilanz nach annähernd 30 Jahren Rechtsrock in Deutschland, geht grundsätzlichen Fragen nach und wirft einen Blick auf neue Aspekte des Themas – jenseits des rechten ›Tellerrands‹.

Wir möchten Interessierte aus unterschiedlichen Berufsgruppen, die sich mit der Thematik beschäftigen, zu unserer Tagung einladen.

Urheber: www.bpb.de

Fachttagung „Wenn Rassismus aus Worten spricht – Fragen, Kontroversen, Perspektiven“

Unter dem Titel „Wenn Rassismus aus Worten spricht – Fragen, Kontroversen, Perspektiven“ veranstaltet die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland vom 25. bis 26. November 2013 eine Fachtagung in Weimar. Inhaltlicher Schwerpunkt ist das Zusammenwirken von Sprache und Diskriminierung.

Die Tagung richtet sich vornehmlich an Lehrer/-innen, Erzieher/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Bildungsreferent/-innen, Mitarbeiter/-innen der Polizei und Verwaltung sowie an Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft. Im Rahmen von Vorträgen, Lesungen und Workshops werden aktuelle Diskurse zum Tagungsthema beleuchtet, theoretische Einsichten erörtert und praktische Ansätze vorgestellt.

Anmeldung möglich unter: www.zwst-perspektivwechsel.de