Veranstaltung mit Dr. Noa K. Ha (TU Dresden, Zentrum für Integrationsstudien)
Ort: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt
Datum: Mittwoch, 10. Juli 2019, 19 Uhr
In ihrem Vortrag geht Noa Ha der Frage nach, wie Menschen in europäischen Städten als „Andere“ markiert und rassifiziert werden – und wie dieser Prozess mit der kulturellen Aneignung und historischen Enteignung dieser „Anderen“ einhergeht.
Folgende Fragen werden diskutiert: Welche Rolle spielen z.B. ethnologische Sammlungen in den postkolonialen Städten Europas? Wer wurde enteignet, und wer profitierte davon? Wie wurde das Wissen in Europa hierdurch geprägt und was meint Europa über die „Anderen“ zu wissen? Wie ist dieses Wissen bis heute wirksam? Entlang dieser Fragen wird auf verschiedene (neo-)koloniale Formen der An- und Enteignung der „Anderen“ in europäischen Städten (wie ethnologische Sammlungen, „Völkerschauen“, Weltausstellungen) eingeganen, sowohl in ihrer Wirkmächtigkeit als koloniales Vermächtnis bis in die Gegenwart als auch in unserem Alltagswissen.
Eine Veranstaltung von Decolonize Erfurt in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen
Egal, ob Comic, Foto, Video, Graffiti, Radiobeitrag oder oder oder: Radio F.R.E.I. und die Jugendbeteiligungsstruktur BÄMM! suchen ab sofort Medienbeiträge, die für ein respektvolles, buntes und demokratisches Miteinander stehen. Bis zum 16. August 2019 können junge Menschen zwischen 10 und 27 Jahren aus Erfurt ihre Medienbeiträge bei Radio F.R.E.I. einreichen.
TRACES ist eine Koproduktion zwischen X Perspektiven (Deutschland / Schweiz, www.x-perspektiven.com) und der Compagnie Artistique Carrefour (Togo). In zwei Recherche- und Probenphasen in Lomé (Feb-Mär 19) und Berlin (Jun-Jul 19) entwickelten 12 junge Erwachsene unter theaterpädagogischer Leitung zwei Performances. Wir freuen uns, die erste der beiden Performances in Erfurt präsentieren zu können:
TRACES vol.I: Ein Theaterstück zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein Stück zwischen zwei Ländern, vielen Identitäten und unzähligen Versionen der Geschichtsschreibung. Ein Stück, in dem König Mlapa auf Salvini trifft, Bismarck an Sonnenallergie leidet und die Bücher von Frantz Fanon zur Pflichtlektüre in der Schule ausgerufen werden. TRACES vol.I – Versuch einer gemeinsamen Erinnerung, Versuch einer Utopie. Das Stück wird in einer Mischung aus deutsch, französisch und englisch aufgeführt. Im Anschluss an das Theaterstück bleibt noch Zeit für Fragen und eine Diskussionsrunde.
Regie, Konzept, Produktionsleitung: Eliana Schüler, Valeria Stocker, Jean Koffi Edem Touglo Spieler*innen: Hanifatou S. Dobila, Marléne Douty, Raoul Ket, Félicité Kodjo-Atsou, Isabel Kwarteng-Acheampong, Auro Orso, Moïse Pak, Fabrice Paraiso, Maud Ruget, Stephanie Treichel, Annkatrin Votteler-Veit, Anne Zöppig Grafik: Clara Brandt Assistenz: Sonia Akou Novinyo, Mirjam Oschwald