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„RechtsRock – Made in Thüringen“ – Gespräch mit dem Autor Jan Raabe

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Seit der Wende existieren in Thüringen eigene RechtsRock-Bands, Firmen, die derartige Musik produzieren und eine breite Szene, die die CDs und Merchandisingprodukte kauft und den Musikgruppen auf Konzerten zujubelt.

Thüringen ist mit wichtigen Szene-Events ein zentrales Festivalland der extremen Rechten. Thüringer Bands haben überregionale Bedeutung in der rechtsextremen Musikszene und prägen bestimmte Stilrichtungen des RechtsRock, wie z.B. die NSHC-Bands aus Altenburg oder im Bereich des NS-Black Metal.

Die erweiterte Neuauflage des Buches informiert über aktuelle Entwicklungen in der RechtsRockszene und ist in der Landeszentrale für politische Bildung kostenlos erhältlich.

Radio F.R.E.I. sprach dazu mit Jan Raabe (Autor des Buches „RechtsRock – Made in Thüringen“) und Peter Reif-Spirek (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen).

Hier der LINK zum Nachhören.

NPD-Wahlkampftour – Entgegentreten!

Die NPD will im Rahmen ihrer menschenverachtenden Deutschland-Tour „Asylflut und Europawahn stoppen – NPD in den Bundestag“, mit einem Lkw und zwei Kleinbussen am Mittwoch, den 18.09.2013 um 12 Uhr in Erfurt Halt machen und ihre menschenverachtende, rassistische Hetze verbreiten.

Die NPD wird NICHT wie geplant ab 12 Uhr am Anger sein!

Die Stadtverwaltung hat dies untersagt und der NPD den BENARYPLATZ (Nähe Gothaer Platz) zugewiesen, die NPD geht zur Stunde dagegen gerichtlich vor.

Der Kundgebungsort ist nun die Trommsdorffstraße.

 

Des Weiteren hat der NPD-Kreisverband Erfurt am kommenden Samstag, den 21.09.2013 am Melchendorfer Markt einen Wahlkampfstand von 10 bis 12 Uhr angemeldet.

Empört Euch! Kein Platz für die extreme Rechte, weder in Parlamenten noch in unserer Mitte. Erfurt bleibt demokratisch und vielfältig!

DEINE STIMME GEGEN NAZIS!

 

 

 

 

Fortbildungsmöglichkeiten im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie

Liebe Engagierte,

das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stellt ab sofort kostenlose Fortbildungen zur Verfügung und zwar für die unterschiedlichsten Berufsfelder.


  • Alle Veranstaltungen können flexibel von Ihnen gebucht werden.
  • Die Referentinnen und Referenten kommen in Ihre Einrichtung.
  • Die Veranstaltungen sind jeweils 1-tägig geplant.
  • Die Angebote sind kostenfrei.

Hier finden Sie die verschiedenen Angebote als PDF-Dateien im Überblick.

Fortbildungsangebote für LehrerInnen

Fortbildungsangebote für MitarbeiterInnen der Polizei

Fortbildungsangebote für MitarbeiterInnen in Verwaltungen

Fortbildungsangebote für MitarbeiterInnen der Justiz

Fortbildungsangebote für KitamitarbeiterInnen

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in Beratungsdiensten

Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in der Jugendhilfe

Fortbildungsangebote für Ehren- und Hauptamtliche in Vereinen

Fortbildungsangebote für Verantwortliche in der Politik

Fortbildungsangebote für MitarbeiterInnen in Wirtschaftsverbänden

Mehr Infos und die Online-Anmeldung sind auf www.denkbunt-thueringen zu finden.

 

DEINE STIMME GEGEN NAZIS! – Thüringer Initiative zu den Wahlen 2013/2014

Am Freitag, dem 06.09. fand bei Raido F.R.E.I. die Pressekonferenz der Thüringer Initiative „Deine Stimme gegen Nazis“ statt. Diese Initiative können Sie aktiv unterstützen und sich ganz detaliert darüber informieren, warum das Wählen der extremen Rechten KEINE demokratische Alternative darstellt.

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Aufruftext der Thüringer Initiative zu den Wahlen 2013/2014 – Deine Stimme gegen Nazis 

Im September 2013 wird ein neuer Bundestag und im Frühjahr bzw. Herbst 2014 werden die Parlamente auf Europa-, Landes- und Kommunalebene neu gewählt. Genau wie in anderen Bundesländern werden auch hier extrem rechte Parteien, wie beispielsweise die NPD oder kommunale rechte Wählerbündnisse, versuchen, Parlamentssitze zu gewinnen.
Der Aufruf zur Initiative „Deine Stimme gegen Nazis“ will alle demokratisch denkenden Menschen in Thüringen hinter einer gemeinsamen Idee vereinen, die wahrnehmbar nach außen getragen wird: Die Wahl extrem rechter Parteien ist weder eine politische Alternative noch Protest. Gebt eure Stimme nicht den Neonazis!

MUT MACHEN!

Wir wollen mit diesem landesweiten Aufruf deutlich machen, dass wir den Neonazis den öffentlichen Raum nicht überlassen. Denn was dort sichtbar ist, bestimmt die öffentliche Meinung und die gesellschaftliche Stimmung in Thüringen mit. Die Menschen sollen mit diesem Aufruf bestärkt werden, sich aktiv zu beteiligen und sich im persönlichen Umfeld gegen die Wahl extrem rechter Parteien stark zu machen. Dabei soll der Aufruf über möglichst viele Wege alle Haushalte Thüringens erreichen.

MITGESTALTEN!

Über politische Grenzen hinweg sollen alle demokratischen, gesellschaftlichen und sozialen Akteure, öffentlich aktive Vereine und Unternehmen zusammengeführt werden. Alle sind dabei Gestalter_innen. Alle sind aufgerufen, eigene Ideen umzusetzen, wie die Botschaft „Deine Stimme gegen Nazis!“ verbreitet werden soll.
Die zentralen und gemeinsamen Elemente des Aufrufs sind ein Logo und das Motto „Deine Stimme gegen Nazis!“. Sie können auf Briefköpfen, in Zeitungen, als Aufkleber und Buttons oder auf vielen anderen Wegen verbreitet werden.

Das Logo kann unter
http://www.deine-stimme-gegen-nazis.de

herunter geladen werden. Die einzelnen Aktionen der verschiedenen Akteure wachsen so landesweit unter einem Motto zusammen und zeigen: trotz vielfältiger Interessen sind wir uns einig: Die Wahl extrem rechter Parteien ist weder eine politische Alternative noch Protest.

WARUM?

Während die NPD den Einzug in den Thüringer Landtag 2009 mit 4,3% nur knapp verpasste, zogen Vertreter extrem rechter Parteien und eines Wahlbündnisses bei der Kommunalwahl mit insgesamt 25 Mandatsträgern in Kreistage und Stadträte ein. Dass hier auch von einem gewissen Gewaltpotential auszugehen ist, zeigen die Erkenntnisse der Thüringer Landesregierung: Demnach sind zehn der rechten Kommunalabgeordneten in 29 Fällen rechtskräftig verurteilt, davon in neun Fällen wegen (gefährlicher) Körperverletzung.

Nicht zuletzt haben die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ die Gefahr noch einmal deutlich gemacht, die von rechten Ideologien droht. Die Opferberatungsstelle „ezra“ zählt allein 2012 in Thüringen 138 direkt von rechter Gewalt Betroffene, sowie einen Mord. Die Dunkelziffer der Übergriffe liegt deutlich darüber. Das Innenministerium zählte 2012 etwa 1.150 rechte Straftaten in Thüringen – das sind durchschnittlich drei pro Tag.

Auch die seit Jahren hohen Zustimmungswerte zu extrem rechten Aussagen in der Thüringer Bevölkerung, beispielsweise zu Ausländerfeindlichkeit (Thüringen-Monitor 2012: 48%), birgt die Gefahr, dass neonazistische Parteien dieses Potential für sich nutzen. Deshalb muss mit einer breiten, öffentlichkeitswirksamen Initiative der Stimmenanteil der extrem rechten Parteien bei den Bundestags- und Europawahlen deutlich reduziert werden. Darüber hinaus gilt es, ihnen den Ausbau ihrer kommunalen Mandate in Thüringen zu verwehren und den Einzug in den Thüringer Landtag zu verhindern.

Quelle: www.deine-stimme-gegen-nazis.de (letzter Zugriff am 09.09.2013)

 

 

am 17. August Gesicht zeigen gegen menschenverachtende Ideologien

Die NPD wird am kommenden Samstag, 17.08.2013 ab 11 Uhr eine Kundgebung in der Trommsdorffstraße mit dem Thema „Aus Liebe zum Tier – keine Islamisierung“ abhalten.

Die Erfurter Zivilgesellschaft hat ihren vielfältigen Protest hierfür schon angekündigt.

Empört euch! Kommt am Samstag ab 10 Uhr in die Trommsdorffstraße und zeigt mit uns Gesicht gegen Rechts.

TA 14August2013web

(Thüringer Allgemeine 14.07.2013)

Antimuslimischer und antisemitischer Hetze entgegentreten – für religiöse Anerkennung, Achtung und Toleranz!

Gemeinsame Erklärung

Am 17. August 2013 will die Neonazi-Partei NPD direkt vor den Türen einer Erfurter Fleischerei aufmarschieren, in der nach religiösen Vorstellungen („Halal“) verarbeitete Produkte angeboten werden. Mit dem vorgeschobenen Argument des Tierschutzes (NPD-Motto: „Aus Liebe zum Tier – keine Islamisierung“) versucht die Partei, antiislamische Ressentiments zu schüren und für sich im Wahlkampf zu nutzen. Islamophobe Einstellungen, antiislamischer Rassismus und religiöse Intoleranz haben in den letzten Jahren zugenommen und reichen bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Da sich die religiösen Vorstellungen des Judentums und des Islams in der Frage der Zubereitung von Speisen ähneln, richtet sich die Aktion der NPD de facto auch gegen die jüdische Religion. Wenn die NPD gegen jüdische Koscher- und muslimische Halal-Schlachtungen unter dem Deckmantel von Tierschutz und vermeintlicher Religionskritik agitiert, bedeutet dies nichts anders als Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus.

Die Wahl des NPD-Aufmarschortes zielt offen gegen migrantische Einwohnerinnen und Einwohner Erfurts, denn in der näheren Umgebung der Fleischerei befinden sich neben einer Moschee auch mehrere Geschäfte, die von migrantischen Thüringerinnen und Thüringern betrieben werden.

 

Wir protestieren gegen die antimuslimische und antisemitische Hetze der NPD!

Gegen die öffentlichen Attacken der NPD erklären wir unsere Solidarität mit den Gläubigen und rufen zu religiöser Anerkennung, Achtung und Toleranz auf!

Wir rufen dazu auf, am 17. August 2013 in Erfurt Gesicht gegen Neonazis zu zeigen!

Ergänzung: Die NPD hat ab 11 Uhr angemeldet. 

Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:
 
– Dirk Adams (Mitglied des Thüringer Landtages, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN)
– Andreas Bausewein (Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, SPD)
– Martin Behrens (Vorsitzender BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Erfurt)
– Rüdiger Bender (Mitglied im Erfurter Stadtrat, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN)
– André Blechschmidt (Mitglied des Thüringer Landtages und Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Erfurter Stadtrat)
– Torsten Haß (Vorsitzender SPD Erfurt)
– Michael Heym (stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag)
– Uwe Höhn (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag)
– Walter Homolka, Rabbiner und Rektor des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam
– Ilse Junkermann (Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland)
– Thomas L. Kemmerich (Mitglied des Thüringer Landtages und des Erfurter Stadtrates, FDP)
– Christine Lieberknecht (Thüringer Ministerpräsidentin, CDU)
– Lokaler Aktionsplan (LAP) gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt
– Mattias Machnig (Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, SPD)
– Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland)
– Denny Möller (Vorsitzender ver.di Bezirk Mittel-/Nordthüringen und Mitglied des Erfurter Stadtrates, SPD)
– Konstantin Pal (Landesrabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen)
– Michael Panse (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat)
– Projektgruppe „Erfurter Interreligiöser Dialog“
– Bodo Ramelow (Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag)
– Astrid Rothe-Beinlich (Mitglied des Thüringer Landtages, Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN)
– Herbert Rudovsky (Mitglied des Erfurter Stadtrates, FDP)
– Carsten Schneider (Mitglied des Bundestages, SPD)
– Reinhard Schramm (Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen)
– Anja Siegesmund (Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag)
– Karola Stange (Mitglied des Thüringer Landtages und des Erfurter Stadtrates, DIE LINKE)
– Heike Taubert (Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, SPD)
– Tamara Thierbach (Bürgermeister der Stadt Erfurt, DIE LINKE)
– Frank Warnecke (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Erfurter Stadtrat)
– Christhard Wagner (Oberkirchenrat und Beauftragter der Evangelischen Kirche im Freistaat Thüringen)
– Ordinariatsrat Winfried Weinrich (Leiter des Katholischen Büros Erfurt)