Archiv der Kategorie: Termine

Stadt(T)raum-Festival

Das Stadt(T)raum-Festival ist eine, von vielseitig engagierten Menschen, organisierte Veranstaltung, welche sich konkret mit dem 04.Oktober auf den „Tag des Flüchtling“ beziehen möchte und sich inhaltlich danach ausrichtet.

Ziel ist es rassistische Diskriminierung und Gewalt gegenüber Migrant_innen und geflüchteten Menschen im städtischen Raum zu thematisieren, sowie eine Sensibilisierung für Stadterleben betroffener Menschen zu erreichen.

Es erwarten Sie informative Vorträge. Dabei sollen explizit Folgen der Flüchtlingspolitik im städtischen Raum einen Fokus erhalten.

Das Festival etabliert sich im Norden von Erfurt, einem Stadtteil in dem rassistische Ressentiments und Übergriffe zum Alltag gehören. Diesbezüglich ist es uns wichtig im Rahmen der Veranstaltung diesen Verhältnissen etwas entgegen zu setzen.

So ist es uns ebenso ein Anliegen mit der Veranstaltung eine Möglichkeit des interkulturellen Austausches und der Begegnung in angenehmer Atmosphäre zu schaffen, sowie darüber hinaus Handlungsperspektiven antirassistischen Engagments aufzuzeigen.

Im Weiteren möchten wir über einen Graffitiworkshop, ganz nach dem Motto „mach aus braun bunt“, Prozesse der Begegnung in kreativer Form Ausdruck verleihen und dokumentieren.

Dieses Projekt wird durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt gefördert.

Film und Diskussion zum Tag des Flüchtlings 2013

Anlässlich des Tag des Flüchtlings 2013 lädt der Flüchtlingsrat Thüringen e.V. zu einem Filmabend mit Autorinnengespräch ein. Gezeigt wird der Film „Vier Wochen Asyl – Ein Selbstversuch mit Rückkehrrecht“. Ein Film der dokumentiert, wie ein RBB-Reporterteam für 4 Wochen in ein Flüchtlingsheim in Hessen zieht und dort unter gleichen Bedingungen wie die untergebrachten Asylsuchenden lebt.

Tag des Füchtlings

nächste LAP Begleitausschusssitzung

Liebe Engagierte,

die nächste LAP-Begleitausschusssitzung findet am 16 Oktober 2013 um 16 Uhr statt.

Derzeit verfügt der Lokale Aktionsplan noch über Fördermittel aus dem Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

Wenn Sie eine spannende Projektidee haben und diese auch noch 2013 umsetzten möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf und reichen Sie den Antrag bis zum 11. Oktober in der externen Koordinierungsstelle bei Radio F.R.E.I. ein.

Die Antragsformulare finden Sie unter Download/Anträge.

„Wir wollen keine Nazis im Viertel!“ – öffentliche Aktion

ÖFFENTLICHE ERKLÄRUNG „Keine Nazis im Viertel!“

Wer durch die Straßen Ilversgehofens oder der Johannesvorstadt geht, muss dort seit Wochen an vielen Laternenmasten oder an den Mülltonnen Nazipropaganda sehen. Vor allem die NPD und ihre Sympathisant_innen verkleben derzeit massiv rassistische und ausgrenzende Aufkleber. Dies wollen wir nicht länger hinnehmen, denn wir wollen in einem vielfältigen und lebenswerten Viertel wohnen und arbeiten, in dem sich niemand durch Nazipropaganda ausgegrenzt und bedroht fühlt. Menschen sollen hier und überall ohne Angst verschieden sein können.

Deshalb laden wir alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, aber auch Gruppen, Vereine und Initiativen herzlich dazu ein, sich mit uns aktiv gegen Nazipropaganda im öffentlichen Raum zu wehren. Am Freitag, den 20. September wollen wir in einer öffentlichen Spachtelaktion Naziaufkleber entfernen.

Wir sagen: „Wir wollen keine Nazis im Viertel!“

Treffpunkt ist Freitag, der 20. September – um 15:30 Uhr vor der Lutherkirche.

Wer sich beteiligen möchte, bringt bitte (soweit vorhanden) einen Spachtel und eine Sprühflasche mit Speiseöl mit – so lassen sich die menschenverachtenden Aufkleber am einfachsten entfernen.

Es handelt sich hierbei um eine Initiative der AnwohnerInnen der Johannesvorstadt.

„Döner“-Morde und Soko „Bosporos“ – alles nur Pannen ohne Ende?

Die NSU-Morde und die Frage der institutionellen Diskriminierung: Veranstaltung am Dienstag, 24. September mit Mark Terkessidis

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen in der politischen Bildung,

in diesem Land konnte eine aus dem Thüringer Neonazimilieu sich entwicklende  rechtsterroristische Gruppierung eine rassistische Mordserie in Gang setzen, ohne dass die Sicherheitsbehörden einen Zusammenhang mit der rechten Szene herstellten. Stattdessen wurden die Familienangehörigen unter Verdacht gestellt, die Mordtaten innerhalb der Migranten-Community verortet.

Im Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses heißt es: „Jahrelang wurde das Motiv für die Taten im Opferumfeld gesucht… – nur ein möglicher rassistischer Hintergrund als Motiv wurde zu lange nicht in Erwägung gezogen und nie mit dem nötigen Nachdruck verfolgt“. Diese Erfahrung von Fehlermittlungen und gleichzeitigem Generalverdacht gegenüber den Opferfamilien hat das Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühl vieler Menschen mit Migrationshintergrund verändert.

Wie nehmen Menschen mit Migrationshintergrund die Morde des NSU wahr? Diese Frage wird in Thüringen zuwenig diskutiert. Es geht um mehr als „Pleiten, Pech und Pannen“. Die Funktionsmechanismen zentraler Institutionen der deutschen Gesellschaft müssen in den Blick genommen werden. Wie kann eine politische Agenda aussehen, die den Blick weitet auf eine interkulturelle Lernfähigkeit und Veränderung der Institutionen? Darüber wollen wir mit Mark Terkessidis auf der Veranstaltung „Döner“-Morde und Soko „Bosporos“ – alles nur Pannen ohne Ende? Die NSU-Morde und die Frage der institutionellen Diskriminierung diskutieren.

Mark Terkessidis ist Journalist, Autor und Migrationsforscher. Er promovierte zum Thema „Das Wissen über Rassismus in der Zweiten Migrantengeneration“. Von Mark Terkessidis ist in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung der Band „Interkultur“ erschienen. In seinem viel beachteten Beitrag „Mit Interkultur gegen Rassismus“ machte Terkessidis auf die Erfahrungen in Großbritannien im Zusammenhang mit dem Bericht von Lordrichter Macpherson über institutionellen Rassismus in der Polizei aufmerksam. Der Bericht gilt als Meilenstein in der britischen Rechtsgeschichte.

Die gemeinsame Veranstaltung mit der „Vernetzung  Thüringer Bündnisse, Initiativen und Netzwerke gegen Rechts“ findet statt:

am Dienstag, 24. September, 19 h, in der Erfurter Begegnungsstätte Kleine Synagoge.

Bitte weisen Sie weitere Interessierte auf die Veranstaltung hin. Hier die Einladung als PDF-Download.

Herzliche Grüße

Peter Reif-Spirek
Stellvertretender Leiter der LZT | Referatsleiter LZT 1