„Es lebe die Freiheit!“ Ausstellungseröffnung Jugendwiderstand im NS

Eröffnung am 05.05.2014 um 20 Uhr in der Michaeliskirche Erfurt

Ausstellungsdauer: 05. – 28.05. 2014 in der Michaeliskirche
täglich außer sonn- und feiertags 11- 16 Uhr geöffnet

„Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“
„Es lebe die Freiheit!“,  rief Hans Scholl unmittelbar vor seiner Hinrichtung am 2. Februar 1943 seinen Henkern entgegen. Die Ausstellung ist den jungen Menschen gewidmet, die auf vielfältige Weise gegen das menschenverachtende nationalsozialistische Regime gekämpft haben. In der Ausstellung werden exemplarisch Wege von oppositionellen und widerständischen Jugendlichen in der NS-Zeit gezeigt. Es sind Schicksale von sehr unterschiedlicher Herkunft. Vertreten sind Jugendliche, die eine parteiliche oder religiöse Bindung hatten, die aus bestimmten Gruppen wie etwa der Jugendbewegung kamen oder ganz auf eigene Faust handelten. Die Bandbreite jugendlichen Widerstands war groß: vom frechen oppositionellen Verhalten bis zur durchdachten Planung im Widerstand. Unterschiedlich waren die Formen des Protests auch in der Zeit vor dem Krieg und während des Kriegs.
Die Ausstellung ist erstellt vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 – 1945.

Hier finden Sie das Programm der Ausstellung und die Begleitveranstaltungen

Neue Nazis und mehr- Toralf Staud liest aus seinen Werken

7. April 2014 um 18:00 im „Family-Club“ Erfurt/ Am Drosselberg 26

Drei Wahlen werden dieses Jahr in Thüringen stattfinden – Kommunalwahlen, Wahlen zum Europäischen Parlament und Landtagswahlen. Zu diesen Anlässen werden auch rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien verstärkt an die Öffentlichkeit treten. Über deren Rolle und Argumente wollen wir mit Toralf Staud ins Gespräch kommen.

Der freie Journalist und Buchautor Toralf Staud ist 1972 geboren. Nach seinem Studium der Journalistik und Philosophie in Leipzig, arbeitet er u.a. für MDRinfo, Sächsische Zeitung, Die ZEIT, die tageszeitung und Neues Deutschland. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind zum einen die Beschäftigung mit Umweltfragen und die Auseinandersetzung mit Denken und Strategien der Neuen Rechten. Er ist Mitgründer des Portals Netz-gegen-Nazis und erhielt 2012 den Otto-Brenner-Preis für Kritischen Journalismus.

Inhalt der Veranstaltung sollen u.a. folgende seiner Bücher sein:

Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD“ (2005)

  • Thema des Buches sind die Strategien und der Status der NPD.

Neue Nazis. Jenseits der NPD: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts.“ (2012)

  • Inhalt der Publikation ist der Wandel rechten Denkens und Strategien seit den 2000er Jahren. Folglich schaffen es rechte Jugendbewegung und Subkultur sowie scheinbar „gemäßigter“ Rechtspopulismus, einen Bezug zur Lebenswelt und Denkstrukturen von Teilen der Bevölkerung herzustellen. Im Rahmen dieser Strategieentwicklung verliert die NPD als Repräsentantin dieser Gruppen ihre dominante Rolle.

Das Buch gegen Nazis. Rechtsextremismus – was man wissen muss und wie man sich wehren kann.“ (2009)

  • Thema dieser Veröffentlichung ist die praktisch orientierte Einführung in rechtes Denken, sowie Handlungs- und Argumentationsstrategien die dagegen entwickelt werden können.

Das Beratungsnetzwerk gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit und für demokratische Teilhabe im PARITÄISCHEN Thüringen – Schau HIN möchten Sie ganz herzlich am 07. April 2014 um 18:00 Uhr in das Familienzentrum Erfurt „Family-Club“ am Drosselberg zum Gespräch mit Toralf Staud einladen.

Mehr Infos zum Netzwerk finden Sie hier.

Hinweis:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene  zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

3.April 2014 Studienvorstellung: Kommunale Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus im Vergleich

2014 ist ein Super-Kommunalwahljahr: In 11 Bundesländern werden die kommunalen Gremien neu gewählt. Aufgrund des nahezu bundesweiten Wegfalls von Zugangshürden, ist damit zu rechnen, dass rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien dabei etliche Mandate erlangen werden. Da seit rund 15 Jahren rechtsextreme Kommunalverordnete in Gremien vertreten sind, liegen bereits langjährige Erfahrungen zum erfolgreichen Umgang mit Rechtsextremen in kommunalen Gremien vor.

Eine neue Studie trägt diese Erfahrungen aus neun Kommunen West- und Ostdeutschlands zusammen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die kommunale Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus ab. Erfreuliche Erkenntnis der Studie ist u.a., dass es der extremen Rechten nirgendwo gelungen ist, tatsächliche kommunalpolitische Wirkung zu entfalten. Dies ist nicht zuletzt ein Erfolg der vielerorts bestehenden breiten Bündnisse gegen Rechtsextremismus. Andererseits ist ein zentrales Ergebnis der bisherigen Auseinandersetzung, dass ein bloßes Ignorieren als Reaktion nicht ausreicht, um dauerhaft die politische Kultur vor Ort zu sichern. Sie sind herzlich zur erstmaligen Präsentation der Studienergebnisse in Thüringen und zur Diskussion über die Handlungsempfehlungen eingeladen. 

WANN: 03. April 2014 – 18 Uhr

WO: Radio F.R.E.I. – Gotthardtstraße 21, 99084 Erfurt

HIer finden Sie die Einladung/Anmeldung als PDF.

„Rassismus mit Löffeln gefressen“ – Ein Workshop zu Rassismus in der Alltagssprache.

Am 22.03.2014, von 15-20 Uhr, im Veto, Papiermühlenweg 33, Erfurt

Eine Veranstaltung des Bildungskollektivs Biko:

Rassismus ist mehr als eine Randerscheinung fernab von der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Er ist vielmehr ein System, das maßgeblich zur Erschaffung und Bestätigung dieser dient. Die eigene „deutsche Identität“ wird durch Abgrenzung erzeugt: Zentral ist hierbei die Erschaffung von „Anderen“, „Fremden“, „Ausländern“. Bei der Vermittlung dieser rassistischen Konzepte spielt Sprache eine wichtige Rolle. Wir wollen uns im Workshop mit dem rassistischen Hintergrund von häufig unhinterfragt benutzten Wörtern auseinandersetzen. Deren Geschichte und Bedeutungen näher betrachten und analysieren. Anhand von Beispielen aus Wörter- und Schulbüchern sowie behördlichen Texten, wird die Verbreitung und Verankerung von Rassismus in weiten Bereichen der Gesellschaft analysiert.

gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt

Die Alternative für Deutschland (AfD) – Eine kritische Betrachtung

Vortrag und Diskussion mit Andreas Kemper

Flyer: AfD Erfurt 20.3.14

20.März 2014
um 18:00 Uhr
auf der Freifläche bei Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21, 99084 Erfurt

Bei der Bundestagswahl im September 2013 konnte die rechtspopulistische AfD in Thüringen über 6% der Stimmen erringen. 2014 wird in Thüringen nicht nur der Landtag, sondern auch das Europaparlament und die Kommunalparlamente gewählt. Eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD ist dabei nötig, denn führende VertreterInnen stehen für marktradikalen Neoliberalismus, denken laut über die Einschränkungen des Wahlrechts für „Inaktive und Versorgungsempfänger“ nach oder treten islamfeindlich auf.
Die Veranstaltung möchte über die Personen und Geschichte, aber auch über Positionen der AfD aufklären. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie ein angemessener Umgang mit der AfD vor Ort aussehen kann. Der Referent Andreas Kemper gilt als einer der besten Kenner der AfD und beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahren mit ihrem Umfeld.

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bei der Externen Koordination des LAP Erfurt unter Tel.: 0361/ 746 74 22 oder e-Mail: lap(at)radio-frei(Punkt)de