„Anders als wir“ Alltagsantisemitismus und Pädagogik

Workshop für Aktive in Bildungsarbeit und Politik

28. Januar 2013
18-21 Uhr
Lassallestraße 50, Erfurt

Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert durch den Aktionsfond des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.

Anmeldung: email hidden; JavaScript is required

Nähere Infos gibts hier.

LITERATUR & MEDIEN GEGEN RECHTSEXTREMISMUS

Veranstaltung für Interessierte und MultiplikatorInnen der Jugendhilfe
und Bildungsarbeit mit Jugendlichen und ErwachsenenVorstellung von Büchern und Filmen für den Verleih über die

Umweltbibliothek der Offenen Arbeit

am Dienstag den 22.01. 2013
um 20 Uhr
Allerheiligenstr. 9 / Hinterhaus

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu
machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen
angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der
Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder
sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

nächste Entscheidungsrunde für Projektanträge am 12.03.2013

Liebe Engagierte,

der LAP gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt kann auch 2013 Projekte gegen Rechtsextemismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit fördern.

Bitte reichen Sie Ihre Projektideen bis Anfang März bei der Externen Koordinierungsstelle (Radio F.R.E.I.) ein. Dann können diese in der nächsten Begleitausschussitzung am 12.03.2013 abgestimmt werden.

Das Antragsformular befindet sich unter Downloads.

Anträge für den Aktionsfonds mit einer Höchtfördersumme von 500 € können jederzeit beantragt und bewilligt werden.

 

Sarrazin als „Finanzexperte“ widerlegen – eine Veranstaltung zur Eurokrise

Heute kommt Thilo Sarrazin erneut nach Erfurt. Nachdem er im vergangenen Jahr die rassistischen Thesen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ vorstellte, die das Anti-Sarrazin Bündnis Erfurt mit Protesten begleitete, tritt er diesmal als vermeintlicher Finanzexperte auf.

Die Veranstaltung des Bündnisses Sarrazin Absagen zur Eurokrise findet heute den 16. Januar 2013 um 19 Uhr bei Raido F.R.E.I. statt.

Wie prominente Wirtschafts-WissenschaftlerInnen betont er dabei die Überlegenheit der deutschen Exportorientierung gegenüber anderen wirtschaftlichen Entwicklungsmodellen in der EU und kritisiert die derzeitige Eurostabilisierung aus rechtskonservativer Perspektive.

Sarrazin bedient das Bedürfnis der deutschen Öffentlichkeit seit dem Ausbruch der Eurokrise, klare Schuldige für wirtschaftliche und soziale Verwerfungen zu bestimmen. In einer fiebrigen Suche werden immer neue Sündenböcke durch die mediale Arena getrieben, deren Machenschaften oder Unterlassungen für die Krise ursächlich sein sollen: Seien es nun die verschuldeten Italiener oder Griechen oder die „raffgierigen“ Banker und Spekulanten – immer werden hierbei die Krisenursachen einer bestimmten Menschengruppe zugeschrieben. Die Ursachen wie Folgen der Krise werden bei dieser verkürzten Sicht auf die Krise personifiziert, sie werden zu Eigenschaften oder Charaktermerkmalen bestimmter Personengruppen stilisiert. Systemische Ursachen bleiben außerhalb der Betrachtung.

In Abgrenzung zu dieser verkürzten Sichtweise verortet der Referent Tomasz Konicz die Ursachen der gegenwärtigen Krise in den Widersprüchen des kapitalistischen Systems selber. Das System sei demnach zu produktiv für sich selbst geworden, und kann nur noch vermittels schuldengenerierter Nachfrage – oder strikter Exportfixierung, wie im Fall Deutschlands – aufrechterhalten werden.

Dr. Tomasz Konicz, geb. 1973 in Olsztyn/Polen, studierte Geschichte, Soziologie, Philosophie in Hannover sowie Wirtschaftsgeschichte in Poznan. Arbeitet als freier Journalist mit dem Schwerpunkt Osteuropa.