Archiv der Kategorie: Termine

Strom & Wasser fet. THE REFUGEES

Strom & Wasser feat. The Refugees spielen im Rahmen der Tour der 1.000 Brücken 2013 in Erfurt.
Wann: Dienstag, 07.05.2013, 21 Uhr
Ort: Museumskeller | Juri-Gagarin-Ring 140a | 99084 Erfurt

Folgend finden Sie einen Trailer mit mehr Hintergrundinformationen und Sie könnne sich einen Höreindruck verschaffen.

Dieses Projekt ist wirklich einzigartig: der Liedermacher Heinz Ratz hat 80 Flüchtlingslager in Deutschland besucht und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden, die durch Reise- und Arbeitsverbote keine Chance haben, ihre Musik zu spielen. Das hat ihn entsetzt und er hat seine Combo „Strom & Wasser“ noch durch ein „feat. The Refugees“ erweitert, eine Cd mit knapp 20 Flüchtlings-Musikern aufgenommen, brilliante Rezenssionen und Features bis hin zu einem weltweit ausgestrahlten halbstündigen Bericht der BBC bekommen und kommt auch mit dieser Band am 13.05 zum Bei Chez Heinz nach Hannover im Rahmen seiner deutschlandweiten Konzerttour.

Mit Musikern aus Gambia, der Elfenbeinküste, Afghanistan, Griechenland, Russland und dem Kosovo feiern „Strom & Wasser feat. the Refugees“ trotz des überaus ernsten politischen Hintergrunds ein fulminantes musikalisches Feuerwerk aus lebensfrohen Dub, Reaggea, Hiphop und Balkanbeat-Nummern. Musik, die in den Flüchtlingslagern gefangen war und Gefahr lief, vergessen zu werden und nun durch dieses Projekt hoffentlich in die Herzen vieler Menschen gelangt: Strom & Wasser feat. The Refugees.

Für dieses Projekt mit jungen Musikern aus Flüchtlingsheimen hat Heinz Ratz die Integrationsmedaille 2012 der Bundesregierung erhalten.

Das Konzert wird organisiert vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und vom Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt unterstützt.

Ausstellungseröffnung am 5. Mai, 15 Uhr „Entkommen?“ im Erinnerungsort Topf & Söhne

71 Jahre nach dem Beginn der Vernichtung des jüdischen Lebens in Thüringen eröffnet der Erinnerungsort Topf & Söhne seine Ausstellung Entkommen? 1942-1945. Berlin und Thüringen.

Die Stadt Erfurt gedenkt mit dieser Ausstellung der Ausgegrenzten, Deportierten und Ermordeten und ehrt das Vermächtnis der Überlebenen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im Ausstellungsflyer.

 

1. Mai 2013 – GEMEINSAM Gesicht zeigen gegen Rechts!

Liebe Engagierte,

auch in diesem Jahr wollen Neonazis aus dem Spektrum der gewaltbereiten „Freien Kameradschaften“ am 1. Mai in Erfurt ihre menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ideologien verbreiten.  Der Neonaziaufmarsch am 1. Mai 2013 wird von den „Nationalen Sozialisten aus Mitteldeutschland“ organisiert. Gleichzeitig jähren sich am 2. Mai dieses Jahres die Zerschlagung der freien Gewerkschaften 1933 sowie die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten zum 80. Mal.

Der DGB gedenkt in seiner traditionellen 1. Mai-Kundgebung dieser Unterdrückung und Verfolgung durch das NS-Regime. Nicht nur der DGB versteht den Aufmarsch der Neonazis als besondere Provokation. In Erfurt hat sich ein breites Bündnis gegründet, welches sich folgendes Ziel gesetzt hat: Keinen Meter – den Naziaufmarsch in Erfurt am 1. Mai verhindern!  Den Aufruf „Keinen Meter!“ haben inzwischen mehr als 30 Organisationen und mehr als 50 Einzelpersonen unterzeichnet. Gewerkschaften, antifaschistische Initiativen, kirchliche Gruppen, VertreterInnen von Landes – und Stadtpolitik der Parteien SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sowie Kultur-, Jugend- und Sozialverbände.

Die Erfurter Zivilgesellschaft hat eine Vielzahl von bunten Aktionen geplant, um ihrem Protest gegen den geplanten Neonaziaufmarsch eine Stimme zu geben und Gesicht gegen Rechts zu zeigen.

Folgende Aktionen sind bis dato geplant:

Der DGB startet mit seiner Kundgebung um 09:30 Uhr an der Thüringer Staatskanzlei, um 10.30 Uhr wird es eine Zwischenkundgebung am Bahnhofsvorplatz geben und gegen 11:00 Uhr werden die TeilnehmerInnen am Anger eintreffen. Hier gibt es anschließend ein Info- und Kulturprogramm bis 20:00 Uhr rund um den 1. Mai.

Das Bündnis KEINEN-METER hat verschiedene Kundgebungen ab 09:00 Uhr in der Stadt verteilt angemeldet. Auf der Webseite des Bündnisses www.keinenmeter.blogsport.eu sowie bei twitter.com/akeerfurt und auf Facebook können Sie sich aktuell über die Protestaktionen und Kundgebungen informieren.

Unter dem Motto „Tanzen statt Marschieren“, wollen Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit der Brassband „Tuba Libre“ von 10 bis 12 Uhr in der Innenstadt für gute Stimmung sorgen.

Der Stadtjugendring wird im Stadtpark (Höhe Spielplatz) von 10:00 bis 18:00 Uhr ein buntes Familienfest der Demokratie veranstalten. 

 Als Teil der zahlreichen friedlichen Aktivitäten lädt der Erfurter Stadtrat zu einem öffentlichen Stadtratstreffen im Erfurter Stadtpark um 11 Uhr ein. „Wir wollen an diesem Tag deutlich machen, dass wir uns in der Verteidigung der universellen Menschenrechte einig sind. Als Erfurter Stadtrat laden wir unsere Bürgerinnen und Bürger ein, sich an den Protesten zu beteiligen und die bunte Vielfalt unserer Stadt zu verteidigen.“ (Auszug aus der Erklärung des Erfurter Stadtrates vom 24.04.2013)

Des Weiteren lädt die evang. Andreasgemeinde zu Kaffee, Kuchen und Gesprächsangeboten zum Umgang mit menschenverachtenden Ideologien in unserer Gemeinschaft ein – Motto: Nächstenliebe braucht Klarheit“. Eingeladen sind alle, die nicht ins Getümmel mögen und offen sind für Gespräche oder Menschen, die eine Pause brauchen.

WO: Evang. Andreasgemeinde – Andreasstraße 14/Andreaskirche Vorplatz am Eingang
WER: Verantwortliche für die Gemeinde Olaf Hilpert und Beate Wichmann u.a.

Um 12 Uhr lädt die Evang. Reglergemeinde zum Mittagsgebet ein. Es wird gestaltet von den ehrenamtlich mitarbeitenden der Reglergemeinde. WO: Reglerkirche, Bahnhofstraße 7

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WICHTIG: Der voraussichtliche Startpunkt des Neonaziaufmarsches ist 12:00 Uhr am Hauptbahnhof, die Route ist bisher noch unklar.

Radio F.R.E.I. wird am 1. Mai live (UKW 96,2) und mit einer Sondersendezeit über aktuelle Entwicklungen in der Stadt berichten, die Externe Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans wird Sie im Vorfeld unter www.lap-erfurt.de weiter auf dem Laufenden halten.

Informieren Sie sich auch beim Bündnis „Keinen Meter“ über aktuelle Infos vor Ort.

Seien Sie Teil dieser Gemeinschaft, kommen Sie in die Innenstadt und zeigen Sie Gesicht gegen menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologien! Machen Sie ganz persönlich Erfurt zu einem Ort der gelebten Vielfalt und Toleranz! Gemeinsam werden wir auch 2013 den Neonazis zeigen: hier und nirgendwo wird gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit akzeptiert.

Begleitausschusssitzung des LAP Erfurt

am 14.05.2013, um 16 Uhr

Ort: Offene Arbeit

Wenn Sie neue Projektideen für den LAP haben, dann schicken Sie diese bitte bis zum 10.05.2013 an die exteren Koordinierungsstelle (Radio F.R.E.I.).

Öffentlicher Vortrag und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Jörg Wollenberg – Zerschlagung der Gewerkschaften 1933

Abschluss des Ausstellungsprojekts „…gerade Dich, Arbeiter wollen wir.“ am 15.Mai um 19:30 Uhr:

Öffentlicher Vortrag und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Jörg Wollenberg

zum Thema:

„Wie konnte es 1933 zur Zerschlagung der Arbeiterbewegung kommen? Und warum kam es erst nach 1933 zu antifaschistischen Bündnissen in der Arbeiterbewegung? Welche Lehren zogen die Verfolgten?“

Ort: Freiraum bei Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21.

(Eine Veranstaltung des DGB Stadtverbands Erfurt in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen und dem DGB Bildungswerk; gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.)

Ausstellung „…gerade Dich, Arbeiter wollen wir.“

Ausstellung                             Ausstellungsflyer (Download)

Nationalsozialismus und freie Gewerkschaften im Mai 1933

Erfurt, Haus Dacheröden, vom 02. bis 17. Mai 2013

Das Unbegreifliche begreifbar und anschaulich zu machen, dem Unglaublichem Wahrheit zu geben. Dieser Anspruch zieht sich durch diese Ausstellung mit der Fragestellung: Wie war es möglich, das eine der wesentlichen Stützen der ersten deutschen Demokratie und in ihrem Selbstverständnis international und sozial ausgerichteten freien und starken Gewerkschaften binnen weniger Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 zerschlagen werden konnten? Neben der Vorgeschichte werden, reich illustriert, Erklärungsansätze dargestellt, die als Diskussionsgrundlage insbesondere für SchülerInnen und StudentInnen, aber natürlich auch allen sonstigen Interessierten, einen Zugang zum Thema bieten sollen. Dazu können bis 17.05.2013 auf Anmeldung (0361-217270) auch Führungen von Schulklassen und Seminargruppen oder Betriebsgruppen erfolgen.

Freier Zugang zur Ausstellung: Werktags von 10:00 – 16:00 Uhr.

Dann steht zwischen 14:00 und 16:00 Uhr den BesucherInnen eine auskunftsfähige Person zur Diskussion zur Verfügung.

Jeweils am Mittwoch dem 8. Und 15. Mai finden ab 17:00 Uhr Führungen und Diskussionen zum Ausstellungsprojekt statt.

Kostenlose Gruppenführungen sind auch kurzfristig – nach vorheriger Anmeldung – möglich. Anmeldungen bei Arbeit und Leben Thüringen, (0361-5657309 und email hidden; JavaScript is required).

 

Termine im Rahmen der Ausstellung:

Erfurt im Mai 1933: Orte der Erinnerung, kleiner Stadtrundgang mit Frank Lipschik (Projekt Erfurt im Nationalsozialismus des DGB-Bildungswerks), Thema: „Zerschlagung der Gewerkschaften 1933“ Donnerstag, 2.Mai 18:00 Uhr, Treffpunkt: Haus zum Regenbogen, Johannesstr. 55.

Vernissage (Auftakt der Ausstellung) am Donnerstag, den 02. Mai 2013 19.30 Uhr im Haus Dacheröden

Eröffnung durch Renate Licht, Vorsitzende des DGB Thüringen, Grußwort: Tamara Tierbach, Bürgermeisterin der Stadt Erfurt

Abschluss des Ausstellungsprojekts am 15.Mai um 19:30 Uhr:

Öffentlicher Vortrag und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Jörg Wollenberg

zum Thema:

Wie konnte es 1933 zur Zerschlagung der Arbeiterbewegung kommen? Und warum kam es erst nach 1933 zu antifaschistischen Bündnissen in der Arbeiterbewegung? Welche Lehren zogen die Verfolgten?“

Ort: Freiraum bei Radio F.R.E.I., Gotthardtstraße 21.

(Eine Veranstaltung des DGB Stadtverbands Erfurt in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen und dem DGB Bildungswerk; gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.)