„Lieber ohne Hass – Für ein buntes Erfurt“ | Plakataktion

Der Bürgertisch für Demokratie der Stadt Erfurt, der vor 15 Jahren von Erfurter Bürgerinnen und Bürgern ins Leben gerufen wurde, setzt in der Gesellschaft ein Zeichen. Dazu wurde wieder eine Plakataktion, diesmal unter dem Motto „Lieber ohne Hass – Für ein buntes Erfurt“, gestartet.

Die Landeshauptstadt darf Hassparolen keinen Raum bieten. Alle Demokratinnen und Demokraten sind darum aufgefordert, ein deutliches Signal – nicht nur mit dem neuen Plakat – für ein weltoffenes und menschenfreundliches Erfurt zu setzen. Die großen Plakate sind in Läden und Einrichtungen der Stadt zu sehen, außerdem seit Januar 2018 an ausgewählten Litfaßsäulen.
Die Initiative des Bürgertischs für Demokratie lädt außerdem herzlich ein, selbst tätig zu werden und Plakate nicht nur an öffentlichen Plätzen sichtbar aufzuhängen, sondern auch in Geschäften, Büros und Institutionen zu zeigen, dass Erfurt weltoffen und bunt ist.
Wer Interesse an dem Plakat hat, kann es herunterladen (auf das Bild klicken und Datei speichern) oder gedruckt beim Freien Radio Erfurt e. V., Träger des LAP (Lokaler Aktionsplan gegen Rechts & Partnerschaft für Demokratie Erfurt), in der Gotthardtstraße 21 in Erfurt abholen.

Danke und Jahresausklang

Die externe Koordinierungsstelle bei Radio F.R.E.I. ist vom 22.12. bis 02.01.2018 nicht besetzt. Ab Mittwoch, den 03.01.2018 sind wir wieder persönlich erreichbar.

Liebe Engagierte, PartnerInnen und Interessierte,

das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit euch und euren vielfältigen Ideen gegen Rechts und für Weltoffenheit in Erfurt aktiv waren.
Der Blick zurück zeigt beachtlich viele Projekte und Themen, mit denen wir uns dieses Jahr im LAP Erfurt gemeinsam beschäftigt haben, z.B.

…Theater-, Bildungs- und Projekttage in Schulen für Demokratie und gegen Vorurteile … Jugendbeteiligungsstruktur und Jugendforum … Erfurt, Wohnungslose und Film im Nationalsozialismus … aktuelle faschistischer Tendenzen … Ausstellung mit vielfältigen Bildern aus Afghanistan … Veranstaltungsreihen gegen menschenfeindliche Haltungen … Plakataktion „Lieber ohne Hass – für ein buntes Erfurt“ … Kinderrechte … Töne und Texte im

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Anträge 2018

Die Antragsformulare für 2018 sind hier zu finden. Kleinprojekte (bis 500 Euro) und Großprojekte (bis 5000 Euro) können für 2018 beantragt werden. Die Projektausschreibung folgt Anfang des neuen Jahres.
Die erste Begleitausschusssitzung im neuen Jahr ist am 23.01.2018. Dort wird über die Bewilligung der eingereichten Großprojekte sowie die Höhe des Kleinprojektefonds entschieden. Ein Auszahlung der Gelder ist erst danach möglich.
Die Frist für das Einreichen von Großprojekten ist der 14.01.18, damit Zeit für evtl. Rückfragen bleibt.
Weitere Termine für die Begleitausschusssitzungen werden im Februar bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

„Wohnungslose im Nationalsozialismus“ | Ausstellung bis 15.Januar 2018

07.12.2017 – 15.01.2018
in der Michaeliskirche Erfurt

Öffnungszeiten:
Mo bis Sa 11-16 Uhr, Do 11-18 Uhr

Die Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus lädt ein zur Ausstellung mit Begleitprogramm.

Veranstaltungen:

  • 07.12., 18 Uhr // Ausstellungseröffnung & Führung // Michaeliskirche, Michaelisstr. 10
  • 14.12., 19 Uhr // Vortrag – Obdachlosenhass und Sozialdarwinismus heute // Offene Arbeit, Allerheiligenstr. 9
  • 19.12., 18 Uhr // Film – „Dass es heute immer noch so ist… Kontinuitäten der Ausgrenzung“ // [L50], Lassallestr. 50

Über die Ausstellung:
In der öffentlichen Wahrnehmung spielen die Lebensumstände von Wohnungslosen kaum eine Rolle. Durch städtische Maßnahmen wie Bettelverbote oder dem Abbau von Bänken werden Obdachlose aus der Öffentlichkeit verdrängt und Gewalt gegen Wohnungslose bis zum Mord werden kaum zur Kenntnis genommen. Ein zunehmendes Nützlichkeitsdenken in der Gesellschaft verschärft die Diskriminierung von Menschen, die den Vorstellungen von einem geregelten bürgerlichem Dasein nicht entsprechen.

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19.12.17 | Koloniales Erbe – Wie umgehen damit?

 

 

 

 

 

19.12.2017, 19 Uhr
Radio F.R.E.I.-fläche, Gotthardtstraße 21, Erfurt
Der Eintritt ist frei.

Die deutsche Kolonialvergangenheit ist in der Thüringer Öffentlichkeit, aber auch bundesweit kaum präsent. Seit einigen Jahren jedoch wird die koloniale Vergangenheit des deutschen Kaiserreiches thematisiert. Eine intensive sowie kritische Auseinandersetzung mit diesem Teil der Geschichte fehlt allerdings. Dabei sind kolonialhistorische Spuren in unserem Alltag in Form von Straßennamen, Gebäuden oder im Sprachgebrauch gegenwärtig.
Am 19. Dezember wird der Politikwissenschaftler und Aktivist Joshua Kwesi Aikins auf der Radio F.R.E.I.-fläche über seine Perspektive auf dieses Thema referieren.
Joshua Kwesi Aikins arbeitet seit vielen Jahren zum Thema Kolonialismus und deutsche Kolonialvergangenheit. Mit seiner Arbeit bei Berlin Postkolonial und in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) setzt er sich für ein kontinuierliches Engagement einer antirassistischen und kolonialismuskritischen Kultur der Erinnerung ein.

Eine Veranstaltung der Gruppe „Decolonize“ Erfurt.

15.12.17 | „Unheimlich“. Poetry und Gespräch im Rahmen der Reihe „Kanakistan 2.0“

Datum: 15.12.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Ort: Offene Arbeit, Hinterhaus, Allerheiligen Str. 9, Erfurt

Poetry und Gespräch mit Cana Bilir-Meier

In einer Montage aus Textfragmenten, Fotografien, digitalen Medien und Videos versucht Bilir-Meier das Wissen und Gedenken an Semra Ertan und ihren Gedichten aufrecht zu erhalten.
Semra Ertan, geboren 1956 in der Türkei, zog 1972 zu ihren Eltern in die BRD. Sie arbeitete als technische Bauzeichnerin und Dolmetscherin und schrieb über 350 Gedichte. Als Zeichen gegen den Rassismus in der BRD setzte sich die türkische Arbeitsmigrantin 1982 im Alter von nur 25 Jahren selbst in Brand – und löste damit in der deutschen Öffentlichkeit eine längst überfällige Debatte aus.

Die Lesung ist der letzte Teil der Veranstaltungsreihe „Kanakistan 2.0 Widerständig, politisch, (post)migrantisch.“

> Interview bei Radio F.R.E.I. nachhören